Geschichte

Kasseler Initiative NACHGEFRAGT – Die Geschichte von 2017 bis 2020
Stand: 01.02.2020

Am Anfang

Auch Jahre nach der Selbstenttarnung des NSU bleiben entscheidende Fragen zum NSU-Komplex und zu den Morden an Halit Yozgat und Dr. Walter Lübcke unaufgeklärt. Hier ist eine zentrale Aufgabe von NACHGEFRAGT für Demokratie, Aufklärung und politische Bildung e.V. Seit 2017 arbeiten wir daran, die Netzwerke der nordhessischen Neonazis aufzudecken. Wir finden uns nicht damit ab, dass Polizei, Justiz und Verfassungsschutz nur unzureichend Licht in diese Netzwerke in Nordhessen und den angrenzenden Bundesländern bringen.

Von Beginn an haben wir in zahlreichen Veranstaltungen Informations- und Diskussionsangebote mit bis zu 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gemacht. Kooperationspartner waren dabei u.a. die GEW, der DGB Region Nordhessen, die Volkshochschule Kassel, das Evangelische Forum Kassel, das Team des Festivals NDRS, das Medienprojektzentrum Offener Kanal und die Hessische Landeszentrale für politische Bildung. Thematisch haben wir uns nicht nur mit der rechten Szene in Nordhessen, sondern auch mit Nazi-Frauen beschäftigt und die Arbeit der hessischen Untersuchungsausschüsse zu den NSU-Morden und zum Mord an Dr. Walter Lübcke vorgestellt. Kritisch beleuchtet wurden von uns das Behördenversagen bei der Aufklärung rechter Gewalttaten und das Agieren des Verfassungsschutzes, insbesondere die dubiose Rolle des damaligen Verfassungsschützers Andreas Temme beim Mord an Halit Yozgat. Erstes Ziel der Initiative war es, das Schweigekartell um seine Beschäftigung mit sensiblen Personaldaten in Kassel zu brechen. 

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