Willkommen auf der Startseite der Kasseler Initiative NACHGEFRAGT für Demokratie, Aufklärung und Politische Bildung
Seit 2017 arbeiten wir daran, die Netzwerke der nordhessischen Neonazis aufzudecken. Wir finden uns nicht damit ab, dass Polizei, Justiz und Verfassungsschutz nur unzureichend Licht in diese Netzwerke in Nordhessen und den angrenzenden Bundesländern bringen. Wichtige Umstände der Morde an Halit Yozgat und Dr. Walter Lübcke sind nach wie vor ungeklärt.
Rechte Netzwerke auch bei der Polizei, eine ‚Schattenarmee‘ mit Umsturzplänen für den Tag X bei der Bundeswehr und bei den sogenannten’Reichsbürgern‘, hasserfüllte Drohschreiben an politische Andersdenkende mit dem Absender ‚NSU 2.0‘, die Reorganisation verbotener Neonazi-Strukturen wie Blood&Honour – die Aufzählung ließe sich fortsetzen. Das öffentliche Entsetzen bei der Aufdeckung solcher Skandale ist leider kurzlebig, die Mechanismen der Bagatellisierung und des Vertuschens dagegen sind vielfältig und greifen schnell. Auch Jahre nach der Selbstenttarnung des NSU bleiben entscheidende Fragen zum NSU-Komplex offen. Hier ist die Aufgabe von NACHGEFRAGT für Demokratie, Aufklärung und politische Bildung e. V. Wir arbeiten mit allen demokratischen Organisationen, Parteien und Personen zusammen, die sich ebenfalls für diese Ziele einsetzen.
Die aktuellen Erscheinungsformen des Rechtspopulismus und die derzeitigen Wahlerfolge der AfD erfordern eine Erweiterung unserer politischen Schwerpunkte. Deshalb halten wir es für notwendig, uns mit den drängenden Problemen der Bürgerinnen und Bürger auseinanderzusetzen und diese Themen auch in den Fokus der Öffentlichkeit zu bringen. So haben wir in 2024 gefragt ‚Wächst uns die Migration über den Kopf?“ – Und wir stellten fest: in Kassel bisher nicht. Allerdings wollen wir zu einer besseren Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten beitragen. In 2025 beschäftigten wir uns mit „Wohnraum- und Mietdruck in Kassel“ – Und wir stellten fest: bezahlbares Wohnen wird zunehmend zur Glückssache. In 2026 riefen wir deshalb kommunale Expertinnen und Experten zusammen, forderten sie auf, einen Konsens über gemeinsame Aktivitäten herzustellen und eine abgestimmte Strategie zum Wohnungsmarkt zu entwickeln. Wir meinen, erfolgreiche Verbesserungen der Lage für die Menschen sind ein gutes Mittel gegen rechtsextreme Parolen.
Über die Auseinandersetzung mit aktuellen Erscheinungsformen des Rechtspopulismus und mit den derzeitigen Wahlerfolgen der AfD darf nicht die fortdauernde Existenz rechtsterroristischer Netzwerke vergessen werden, die eine dauerhafte Gefahr für die Gesellschaft bilden und von der Resignation demokratischer Gegenkräfte und der Schnelllebigkeit des öffentlichen Interesses leben.
